Wenn ein „like“ zum Gerichtsurteil führt…

Das jüngste Urteil eines Zürcher Bezirksgerichtes wirft Fragen auf. Ein Mann wird darin verurteilt, weil er mehrere fragwürdige Artikel auf Facebook mit einem „like“ bewertete und sich somit laut Gericht der üblen Nachrede schuldig machte. Es sei einmal dahin gestellt, um welche Facebook-Beiträge es sich handelte, doch eines wird aus dem Gerichtsurteil klar: Mit dem „Daumen hoch“ auf Facebook unterstützen wir einen Beitrag (und ein Anliegen) aktiv und machen uns für den Erfolg der Verteilung der entsprechenden Botschaft mitverantwortlich. Also aufgepasst, wenn Du das nächste mal einen Beitrag bewertest, es könnte rechtliche Folgen haben 😉
Das Liken und Bewerten ist zur Mode geworden. Egal ob auf Facebook, Instagram, Amazon oder TripAdvisor, überall können wir unseren Senf dazu geben und uns äussern – ob’s jemanden interessiert, wird zur Nebensache. Und wenn ich mir die Menschen anschaue, die durch ihr Facebook Account scrollen und bei jeder zweiten Publikation schnell auf das Like-Symbol klicken, dann frage ich mich schon, wie wertvoll ein solches Like denn überhaupt sein kann (und ob es wirklich notwendig ist, dass dies zu einem Gerichtsurteil führen kann).
Aber ja, wir können in den sozialen Medien bewusst Einfluss nehmen, wenn wir sinnvoll damit umgehen. Für uns als Hilfswerk sind die sozialen Medien eine willkommene Plattform, um über unser Engagement für Strassenkinder in Honduras zu berichten. Und wir sind von Herzen dankbar, wenn uns Personen wie Du mit einem „like“ oder gar durch das Teilen eines Beitrages unterstützen, so wird die enstprechende Information einem breiten Publikum bekannt gemacht. Besonders grosse Bedeutung bekommt Deine Unterstützung, wenn Du zudem einen Kommentar unter einem Beitrag hinterlässt, denn so empfiehlst Du unsere Arbeit in deinem Umfeld weiter.
Gemeinsam können wir die sozialen Netzwerke für Gutes nutzen. Und wer auch nur wirklich dort sein „like“ und seinen Kommentar hinterlässt, wo es im am Herzen liegt, braucht auch kein Gerichtsurteil zu fürchten 😉
Danke, dass wir mit deiner Unterstützung rechnen dürfen. Ohne deine Hilfe finden wir nicht genügend Freiwillige für unsere Einsätze und auch keine neuen Spender.
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