Weitere Ermordung eines ehemaligen Heimjungen

Wir haben die traurige Nachricht erhalten, dass wieder ein ehemaliger Junge des Kinderheims Rafael entführt und ermordet wurde. Er hatte vor einigen Monaten für kurze Zeit im Rafael gelebt und war dabei sein Leben zu ändern, bis er plötzlich wieder aus dem Programm ausschied. Er geriet – wie vorher schon – wieder in den Sumpf der Drogen und hat selbst Drogen verkauft. Schliesslich wurden er und sein Freund am Drogenumschlagsort bedroht. Sein Freund wurde sofort hingerichtet, unser Junge wurde zuerst entführt und später mit Schussverletzungen tot aufgefunden. Wir bedauern diese schreckliche Ermordung und sind sehr traurig.

Deshalb ist unsere Arbeit so wichtig

Diese traurige Geschichte zeigt, in welchen verzettelten Situationen die Strassenkinder stecken, die wir in den verschiedenen Programmen betreuen. Vielen dürfen wir erfolgreich helfen, ihr Leben zum Positiven zu verändern. Einige wählen leider einen anderen Weg oder werden von ihrer Vergangenheit wieder eingeholt.

Würden wir nur auf die traurigen Geschichten, wie diese Ermordung, schauen, würden uns solche Ereignisse wohl innerlich zerfressen. Doch wir sehen auch viele Erfolge, Veränderungen und Lebensgeschichten, die sich zum Guten wenden – und daraus schöpfen wir letztlich die Kraft, um uns täglich für die Strassenkinder einzusetzen.

Die Strassenkinder brauchen unsere Hilfe. Leider werden wir nicht jedem helfen können, doch das darf uns nicht entmutigen. Tausende Kinder und Jugendliche sterben jedes Jahr in Honduras an den Folgen von Gewaltverbrechen. Dieser Realität sind wir ausgesetzt. Wir wollen trotzdem unseren Beitrag dazu leisten, dass es jedes Jahr ein paar weniger sind.