Die Wälder brennen und das Waldsterben geht weiter.

Seit die Wälder in Brasilien brennen, sind „Waldbrände“ und „Waldsterben“ wieder ein Topthema in den Medien. Doch warum muss immer noch Dramatischeres passieren, damit den Menschen selbst akute und schwerwiegende Probleme auf diesem Planeten in Erinnerung gerufen werden? Denn Waldbrände und das globale Waldsterben sind schon lange eine grosse Bedrohung für unsere Erde und mitverantwortlich für die Klimaerwärmung. Aber, es gibt weder einen Grund zur Verzweiflung noch zur Resignation: Wir können etwas gegen die sich anbahnende Katastrophe tun!

Die Wälder dieser Welt brennen

Wie gefährlich sind Waldbrände?

Wenn du dich nicht gerade mittendrin befindest, dann sind Waldbrände per se kein ausserordentliches Ereignis und sogar Teil der biologischen Abläufe auf unserem Planeten. So gibt es beispielsweise Pinienarten, die ihre Samen erst nach einem Waldbrand auswerfen, da dann der durch das Feuer gesäuberte und durch die Asche gedüngte Waldboden ein ideales Umfeld für Jungpflanzen bietet. Ja, die Natur weiss mit Waldbränden umzugehen und diese als Chance für einen Neuanfang zu nutzen.

Problematisch wird es erst dann, wenn aufgrund des Klimawandels aussergewöhnliche Dürren die Wälder austrocknen und diese dann dem Feuer zum Opfer fallen. So übersteigt auch 2019 die Anzahl der weltweiten Waldbrände das gesunde Mass um ein Vielfaches. Der WWF geht davon aus, dass 96% der weltweiten Waldbrände vom Menschen verursacht und nur 4% als positive, natürliche Ereignisse eingeordnet werden können .

Wo gibt es Waldbrände

Wo brennen die Wälder?

2019 brennen überall auf der Welt Wälder, wie nie zuvor. In der Arktis, in Alaska, British Colombia und Kanada, Sibirien, Brasilien, Paraguay, Indonesien, Angola, im Kongo, in der Mongolei und selbst bei uns in Honduras brachen die Waldbrände 2019 alle Rekorde.

Der Artikel „Weltweit verschlingen Flammen die Wälder“ auf Zeit Online gibt mehr Antworten auf die Frage, wo überall Wälder brennen. Du findest dort auch weiterleitende Links zu den grössten der Waldbrand-Katastrophen im 2019.

Was sind die Folgen des weltweiten Waldsterbens?

Das weltweite Waldsterben, das seit Beginn der Zivilisation rund 40% der Wälder auf unserem Planeten vernichtet hat, nimmt ungebremst, ja sogar beschleunigt, seinen Lauf. Wo Wälder verschwinden, versiegen lebenswichtige Quellen, sterben Tier- und Pflanzenarten aus, vertrocknet der Boden und wird die Luft verpestet. Letztlich wird eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, die weiteres Waldsterben zur Folge hat.

Wenn wir nach den Schuldigen für das globale Waldsterben suchen, dann können wir ganz in der Nähe mit der Suche beginnen. Ich, du, wir alle! Klar gibt es kleinere und grössere Akteure, aber von einer Mitschuld kann uns niemand freisprechen. Unser Konsumverhalten führt zu Abholzung von Regenwäldern, unsere Mobilität zu übermässigem Ausstoss von Treibhausgasen und unsere Überbevölkerung zu einem Ungleichgewicht auf unserer Erde. Unser Planet ist krank und als ob er Fieber hätte, beginnt er sich zu erwärmen.

Waldsterben Du kannst die Umwelt schützen und Bäume pflanzen

Wie kann das Waldsterben stoppen und das Klima schützen?

Um Waldbrände und Waldsterben zu stoppen und zu verhindern, braucht es vor allem eins: Mehr Bäume! Den sind die Wälder dicht und gross genug, dann schützen sie selbst ihren Lebensraum: Sie speichern Wasser, verhindern Erosionen und sorgen dafür, dass sich im grünen Unterholz kein Feuer entfachen kann, dass dann auf die Baumkronen übergeht und den ganzen Wald in Flammen aufgehen lässt.

Dass man mit der weltweiten Wiederaufforstung sogar das Weltklima retten könnte, zu diesem Schluss kommt eine Studie der ETH aus dem Jahr 2019. Das Erfolgsrezept ist also ganz einfach! Darum plant auch das Kinderhilfswerk Casa Girasol gemeinsam mit armen Kindern 100’000 neue Bäume zu pflanzen und du kannst uns mit einer Baumspende oder Baumpatenschaft dabei unterstützen.

Es liegt auch an dir, das Waldsterben zu stoppen!

Doch so einfach wie es wäre, die Wälder zu retten, so einfach ist es auch, diese zu zerstören. Sein ungebändigtes Verhalten macht den Menschen zum grössten Feind der Natur. Daher ist es wichtig, dass auch du deinen eigenen Lebensstil überdenkst. Dein Leben wird einen ökologischen Fussabdruck auf dem Planten hinterlassen. Spurlos geht es nicht, aber du entscheidest, wie tief dieses Spuren sein werden und inwieweit du dich dafür bei Mutter Erde revanchierst. Gott hat uns eine wunderbare Natur geschenkt, diese zu bewahren und zu schützen ist unsere Aufgabe.

Ein Beitrag von Alexander Blum, Gesamtleiter bei Casa Girasol