Viva! Camp Juni 2018 – Camp mit einem Mädchenheim

Fünf junge Frauen aus der Schweiz und aus Deutschland waren im Juni vor Ort im Kinderhilfswerk Casa Girasol. Sie organisierten eine Campwoche für Mädchen aus einem Kinderheim. Ein Kurzeinsatz in Honduras der besonderen Art, von dem wir gerne berichten.

Ein Abenteuer in Mittelamerika

Sie wussten nicht so recht, was sie erwarten würde. Nadja, Sarah, Patricia, Laura und Steffi hatten sich zu einem Missionseinsatz in Honduras, Mittelamerika, angemeldet und landeten voller Vorfreude auf dem abenteuerlich anmutenden Flughafen von Tegucigalpa. Danach gings per Pick-Up ins Casa Girasol und spannende Wochen konnten beginnen.  

Die ersten Tage des Viva! Camp lernten sich die Volontärinnen und das Team besser kennen. Während Doña Susana für das leibliche Wohl sorgte, machte sich das Casa Girasol Team gemeinsam mit den jungen Frauen daran, das kommende Camp vorzubereiten. Es wurden Ideen ausgetauscht, geplant, Einkaufslisten geschrieben und die biblischen Andachten vorbereitet. Schliesslich wurden die Lebensmittel für das Camp eingekauft und alles für den Empfang der Kinder vorbereitet.

Trotz der Vorbereitungswoche fanden auch zwei Kinderprogramme statt, bei denen die Volontärinnen mithalfen. So besuchten sie die Kinder von Quebrada Honda und verteilten Mahlzeiten auf der Müllhalde von Tegucigalpa.

Camp mit einem Mädchenheim

Schliesslich konnte das Camp beginnen! Zu Besuch hatten wir Mädchen aus dem Heim CREA. Wieder wählten wir das biblische Thema Esther, weil die Geschichte so hervorragend zu den Heimmädchen passt. So wie Esther befinden sie sich in einer Vorbereitungszeit: Das Heim ist nicht die Endstation ihres Lebens und egal, was ihnen Schreckliches in der Vergangenheit widerfahren ist, es gibt allen Grund zur Hoffnung! Wir sind uns sicher: Gott hat einen grossartigen Plan für diese Mädchen und sie dürfen sich aufmachen, ihre Zukunft selbst zu gestalten.

Die Mädchen erlebten eindrückliche Tage im Casa Girasol. Nicht nur das bunte Programm mit Workshops, Andachten und Spielen machten diese Woche so besonders, sondern auch die Gegenwart unserer freiwilligen Helferinnen, die sich so liebevoll um sie kümmerten, mit ihnen Zeit verbrachten, ihre Nägel lackierten oder einfach nur gemeinsam Spass hatten (dass nicht alle Spanisch sprachen, war gewiss eine Herausforderung aber mit Bestimmtheit kein Problem).

Das Casa Girasol ist einfach nur herrlich und eine willkommene Abwechslung zum langweiligen Heimalltag. Eines der Highlights war wie immer unser grosser Pool.

Nachdem die Mädchen aus dem armen Kinderheim gestärkt (und auch etwas traurig) wieder in ihr Zuhause zurückgekehrt sind, hiess es für unsere Volontärinnen schon Kofferpacken, denn im Anschluss an das Camp unternahmen wir eine Reise auf die Karibikinsel Utila.

Reise auf die Karibikinsel Utila

Die Karibikinsel Utila gehört zu Honduras. Ein wenig alternativ, autofrei und schlicht himmlisch! Keine überlaufenen Strände, fantastisches Essen und Tanzen bis in die frühen Morgenstunden. Unsere Gäste aus der Schweiz und aus Deutschland hatten ihre Ferientage wohl verdient. Am Strand konnten die vergangenen zwei Wochen verarbeitet werden und jeder konnte sich auf seine Weise erholen: Gemütlich am Strand, beim Schnorcheln oder auch beim Schauen der Fussball-WM 🙂

Während Sarah und Steffi uns nach den drei Wochen wieder verlassen mussten, dauert für die anderen Helferinnen der Kurzeinsatz noch ein paar Wochen länger.

Wir freuen uns einmal mehr, auf eine perfekte Zeit zurückblicken zu können. Perfekt – nicht etwa, weil alles problemlos funktionierte, sondern weil letztlich alles gut aufgegangen ist: Jedes Teammitglied konnte etwas von sich hineingeben, das Camp verlief ohne grössere Zwischenfälle, die Finanzen haben ausgereicht und für die Heimkinder sowie auch für die Volontärinnen und unser Team waren diese Wochen etwas ganz Besonderes, das noch lange weiter im Herzen wirken wird.

Wer selbst mal einen Kurzeinsatz bei uns in Mittelamerika leisten möchte, sollte sich unsere Missionseinsätze genauer anschauen.