Gedankenanstoss: Macht Geld glücklich?

Er ist verführerisch, der Traum vom Reichtum. Wer träumt nicht davon, morgen die sechs Richtigen zu tippen? Wär es nicht schön, Millionär zu sein und sich alle Wünschen erfüllen zu können? Doch, macht Geld wirklich glücklich?

Was Jesus Christus sagte

Hören wir den Menschen beim Reden zu, dann kommen wir zum Schluss, nur Reichtum und Geld können glücklich machen. Aber die Bibel lehrt uns genau das Gegenteil. Jesus Christus warnt uns davor: Reichtum ist trügerisch und die Gier erstickt Gottes Wort! Wo Gottes Wort und Geist erstickt werden, gibt es weder Freude noch Heilung und schon gar keine Errettung.

So heisst es in einer eindrücklichen Textpassage in Markus 4,19, wo Jesus die Bedeutung des Gleichnisses vom vierfachen Acker erläutert: „…doch die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen dringen in sie ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht.“

Wir brauchen keinen Reichtum!

Um im Leben Freiheit zu erfahren, brauchen wir ihn nicht, den grossen Reichtum. Natürlich benötigen wir Geld, um unser Leben zu bestreiten. Es ist ein Tauschmittel, ein Zwischending, das wir für unsere Arbeit erhalten und mit dem wir unsere Nahrung kaufen können. Aber es braucht nicht zu viel davon, sondern einfach genug.

Warum schmecken selbst gebackene Kekse besser? Weil da Liebe und Arbeit drin steckt. Ferien, die wir uns verdient haben, sind schöner, als solche, die wir gewonnen haben. Es tut gut, nach getaner Arbeit deren Früchte zu sehen und zu geniessen, doch Millionen auf dem Konto machen uns auch nicht glücklicher, sondern einfach nur reicher.

Das demütige Gebet

Ein Mitarbeiter von Casa Girasol sagte mir: „Mein täglich Gebet ist es, dass ich Gott bitte, mir nur so viel zu geben, dass es reicht, aber nicht zu viel, damit ich nicht Gefahr laufe, von ihm abzufallen.“ Dieses Gebet sollte uns zum Nachdenken anregen.

Auch für uns als Organisation gilt das Selbe: Wir benötigen finanzielle Mittel, um unsere Mitarbeiter bezahlen zu können, um die Lebensmittel einzukaufen und die Gebäude zu unterhalten. Doch dadurch, dass wir jeden Monat von Gott abhängig sind, bleiben wir uns bewusst, dass jeder Spendenfranken (oder Euro) ein Geschenk ist, den wir wohl überlegt einsetzen und verantwortungsbewusst damit umgehen wollen.

In der Armut liegt Segen

Einige Male habe ich hier in Honduras von Pastoren den Satz gehört: „Wenn du heute 100 Lempiras an die Kirche spendest, dann wird Gott dich morgen mit dem Mehrfachen segnen. Wenn du mehr haben willst, musst du heute mehr geben!“ Diese schwachsinnige Manipulation ähnelt dem Ablasshandel der Kirche im Mittelalter.

Wenn wir spenden werden wir ärmer! Doch in der Armut und Bescheidenheit liegt der Segen, da sie uns näher zu Gott rücken und uns im Bewusstsein unterrichten, dass es letzten Endes Gott ist, der unsere Arbeit segnet, der uns versorgt und auf den wir uns verlassen können.

Nicht Reichtum, sondern Demut, Zufriedenheit und Dankbarkeit machen uns glücklich!

Alexander Blum
Gesamtleiter

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