Kurzeinsatz Erfahrungsbericht von Michelle

Michelle Eichenberger war als Volontärin im Jahr 2016 für drei Wochen in Honduras und hat an einem Viva! Camp teilgenommen. Sie half mit, die Oktober-Campwoche mit 20 Mädchen vorzubereiten und durchzuführen. Michelle hat für uns einen kurzen Erfahrungsbericht über ihren Kurzeinsatz bei Casa Girasol geschrieben.

Es kommt darauf an, was man daraus macht.

Von Beginn an viele Eindrücke

Die erste Woche des 3-wöchigen Hondurasaufenthaltes verging wie im Flug. Wir, die Teilnehmer des Viva!-Camps, bekamen viele verschiedene Eindrücke. Die ersten bereits während der Fahrt vom Flughafen zum Campamento Girasol, bei der einige von uns zusammen mit den Koffern auf der Ablagefläche des Pick-Ups fahren durften. Zum ersten Mal sahen und erlebten wir die Hauptstadt Tegucigalpa und lernten den honduranischen Fahrstil kennen. Im Casa Girasol angekommen, schliefen wir unseren Jetlag aus, doch bald schon wurde kräftig gearbeitet und mit der Machete rasengemäht. Ausserdem besuchten wir einen, für schweizerische Verhältnisse, riesigen Supermarkt und einen honduranischen Strassenmarkt. Natürlich wurde auch viel für die Lagerwoche mit den Kindern vorbereitet.

Besuche in Kinderheimen, die nachdenklich stimmten

Was mich persönlich aber am meisten beeindruckte, waren die Besuche in zwei verschiedenen Kinderheimen. Das erste Kinderheim, das wir besuchten, war das CREA. Dort durfte ich ein Kinderprogramm, das von zwei Volontärinnen und zwei Angestellten des Casa Girasol durchgeführt wurde, begleiten. Wir spielten fast den ganzen Nachmittag Fussball und die Kinder und Jugendlichen hatten grossen Spass dabei.

Mir wurde bewusst, wie wenig Kinder eigentlich benötigen, um sich zu beschäftigen. Das Gleiche faszinierte mich auch bei unserem Besuch im Kinderheim Diamante, wo eine ganze Schar Jungen um ein paar Murmeln versammelt war und mit ihnen spielte. Es kommt nicht darauf an, was man hat, sondern was man daraus macht!

Was ebenfalls positiv auffiel, war die Struktur des Kinderheimes Diamante, wo die Kinder nicht nur in die Schule gehen, sondern in verschiedenen Werkstätten auch noch das handwerkliche Arbeiten erlernen.

Ausflüge zur Erholung

Die erste Woche wurde mit zwei schönen Ausflügen an den Pazifik und in ein koloniales Dörfchen abgerundet. Während diesen Ausflügen durften wir weitere schöne Seiten von Honduras kennenlernen.

Die Campwoche mit den Mädchen

Am Montagmorgen der zweiten Woche waren alle Leiter des Camps noch damit beschäftigt, letzte Vorbereitungen zu treffen. Die Freude war gross, als die 20 Mädchen aus dem Kinderheim CREA eintrafen. Mit einem ersten Theater wurden die Kinder in die biblische Geschichte von Esther eingeführt. Am Nachmittag wurden Spiele gespielt und ausgelassen im Pool geplanscht.

Am Dienstag wie auch an den anderen Morgen wurden verschiedene Workshops durchgeführt, in denen die Kinder kreativ sein konnten. Zudem waren wir sportlich sehr aktiv. Mit vielen verschiedenen Aktivitäten, Andachten und Gesprächen ging die Woche rasch vorbei. Diese Zeit bleibt in sehr guter Erinnerung, vor allem wegen der schönen Momente, die ich zusammen mit den wunderbaren Mädchen verbringen durfte. Auch wenn es einige Sprachbarrieren gab, hatten wir beim Spielen, Backen, Schwimmen oder dem gemeinsamen Lernen neuer Dinge einen grossen Spass.

Die schönsten Eindrücke des Camps waren die Herzlichkeit, Offenheit und Freude der Mädchen. Sie werden noch lange in Erinnerung bleiben.

Michelle Eichenberger

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Dieser Kurzeinsatz Erfahrungsbericht von Michelle ist einer von vielen, die sich über die letzten Jahre angesammelt haben. Er wurde erstmals im Infoblatt Winter 2016/2017 veröffentlicht. Weitere Beiträge zu anderen Missionseinsätzen mit Casa Girasol findest du in der Rubrik Erlebnisberichte.

Im Viva! Camp von Michelle ist überigens auch dieses tolle Werbevideo für die Kurzeinsätze spontan entstanden: