Kinder in armen Dörfern begleiten – Überblick

Das Team von Casa Girasol besucht wöchentlich die Kinder und Jugendlichen in den sehr armen Dörfern Soroguara und Quebrada Honda. Wir werden dir in diesem Beitrag erklären, warum diese Missionsarbeit das Leben der Kinder verändert.

Dieses Hilfsprojekt ist Teil unseres Arbeitszweigs Kinderprogramme, zum dem auch die Besuche der Strassenkinder auf der Müllhalde in armen Kinderheimen gehören.

Das Missionsprojekt kurz erklärt

Für alle, dies gerne kurz mögen, haben wir hier ein Projektüberblick:

  • Casa Girasol besucht wöchentlich die sehr armen Dörfer Soroguara und Quebrada Honda und veranstaltet Kindernachmittage.
  • Jeweils 20 bis 30 Kinder kommen meist regelmässig zu den Anlässen.
  • Wir organisieren kreative Workshops, biblische Inputs, Spiele und Gruppenübungen.
  • Das Ziel der Missionsprojekte: Den Glauben stärken, Kinder nachhaltig fördern, Sozialkompetenzen schulen und zur persönlichen Entwicklung beitragen.
  • Die Motivation der Kinder ist unglaublich und bereitet uns grosse Freude.
  • Spender/innen können eine Projektpatenschaft übernehmen und dieses Missionsprojekt gezielt unterstützen.

Kinder in armen Dörfern begleiten – Projektbeschrieb

Kinder ohne Schulbildung

Die beiden Dörfer Soroguara und Quebrada Honda liegen einige Kilometer ausserhalb der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa. Wir haben diese beiden Dörfer ausgewählt, weil wir eine persönliche Beziehung zu den freien evangelischen Gemeinden vor Ort haben. Diese stellen uns in beiden Fällen die Lokalitäten für unsere Aktivitäten zur Verfügung.

In Soroguara und Quebrada Honda leben die Familien vor allem vom Gemüseanbau. Die Armut der Eltern zwingt die Kinder in der Landwirtschaft mitzuhelfen. In vielen Fällen leidet dadurch die Schulbildung. Wer um zu überleben auf dem Feld arbeiten muss, kann nicht zu Schule gehen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Familienväter gerade bei den Mädchen den Wert einer Schulbildung nicht erkennen. Nach ihrer traditionellen und machohaften Denkweise sollen Mädchen heiraten, Kinder bekommen und kochen.

Letztlich führen diese Eigenschaften dazu, dass die Kinder sogar die selbstverständlichsten Dinge nicht erlernen. Deshalb wollen wir durch unsere praktische Missionsarbeit eingreifen und die Kinder durch Workshops gezielt fördern.

Einfache Dinge erlernen

Aus europäischer Sicht unvorstellbar: Kinder, die nicht über die Feinmotorik verfügen, um selbst einfachste Handarbeiten zu erledigen oder 12-jährige die nicht lesen können. Darum ist es bei unserem Hilfsprojekt wichtig, die Kinder spielerisch herauszufordern und zu fördern. Dazu dienen kreative Workshops und Spiele. Die Kinder freuen sich über jede Aktivität, die wir mit ihnen durchführen und sind begeistert bei der Sache.

Das Zusammenleben fördern

Das Leben in einem ländlichen Dorf birgt besondere Herausforderungen für die armen Kinder. Zwar ist der Familienzusammenhalt sehr stark, aber gerade jene, die weit verteilt in den Hügellandschaften wohnen, weisen Defizite im Umgang mit anderen Menschen auf. Durch gruppendynamische Übungen stärken wir ihre Sozialkompetenz.

Das Selbstbewusstsein stärken

Kinder aus patriarchischen Familien sind zwar gezwungenermassen folgsam, haben aber gleichzeitig ein tiefes Selbstwertgefühl. Als Folge ist die Beziehung zum eigenen Ich stark unterdrückt.

Damit Kinder in armen Dörfern neu erlernen, sich selbst zu erfahren und eigene Gedanken und Träume entwickeln können, brauchen sie unsere Unterstützung. So können wir beispielsweise durch Akrobatik-Übungen die Selbsterfahrung fördern und motivierende Erfolgserlebnisse ermöglichen.

Letztlich dient ein höheres Selbstbewusstsein auch als Schutz vor sexuellem Missbrauch innerhalb der Familien und als Vorbeugung, damit die Kinder sich nicht einer kriminellen Jugendbande anschliessen.

Christliche Werte vermitteln

Bei all diesen Aktivitäten lassen wir nicht ausser Acht, woraus wir selbst am meisten Kraft für unser Leben schöpfen: Der persönliche Glaube. Als Missionswerk ist es uns ein Anliegen, auf Gottes Liebe hinzuweisen, in der so viel Veränderungspotenzial steckt. Dabei gehen wir ausserordentlich sanft vor und fokussieren uns auf das Erzählen von biblischen Geschichten und das Ableiten von christlichen Werten. Auf unserer Webseite erläutern wir dir unsere christliche Haltung und unser Missionsverständnis detailliert.

Grundsätzlich sind die Kinder in den armen Dörfern sehr religiös. Doch, es fehlt ihnen am Verständnis, dass der Glaube eine persönliche Erfahrung ist. Die Kinder (und auch die Erwachsenen) müssen erst noch lernen, dass es beim Glauben nicht um den Gehorsam dem Pastor gegenüber geht, sondern um eigene Gedanken, selbstbestimmte Entscheidungen.

Wie du helfen kannst

Wie bei allen unseren Missionsprojekten gibt es folgende Möglichkeiten, wie du konkret den armen Kindern in den Dörfern helfen kannst:

Weitere Informationen kannst du direkt bei uns anfordern, per Mail an alexander@casagirasol.ch oder WhatsApp an +504 33 39 55 43.