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Hilfsprojekt Müllhalde – Kinder wie Samira, Kevin und Melvin.

Das Hilfsprojekt von Casa Girasol auf der Müllhalde gibt es seit Ende 2017. Wir berichten nicht jedes Mal, wenn wir auf die Müllhalde fahren. Wir möchten auch nicht jedes Mal mit der Kamera auftauchen, doch heute war ein Besuch, über den wir unbedingt schreiben möchten. Warum? Weil er gezeigt hat, wie wichtig dieses Engagement für die Kinder ist.

Kevin: „Mein Alter? Weiss ich nicht.“

Während Kevin seine Mahlzeit genoss, die wir ihm und 200 weiteren Personen gereicht hatten, versuchte ich mehr über ihn zu erfahren. Er wohnt irgendwo da draussen. Wie alt er ist, weiss er nicht. Ich schätze ungefähr acht. Auf die Frage, was das Beste ist, was er heute gefunden hat, zeigt er mir eine DVD mit einem Kinofilm und eine Rolle Klebestreifen. Das wird er heute nach Hause mitnehmen. Kevin ist offensichtlich geistig beeinträchtigt. Warum er jeden Tag auf der Müllhalde ist, weiss niemand so genau. Dass er dort nicht hingehört, ist klar.

Melvin: „Ich brauche Geld für Schulhefte.“

Melvin ist 11 Jahre alt. Auch er lebt in einem Armenviertel in der Nähe der städtischen Müllhalde. Warum er auf der Halde arbeitet? „Ich gehe zur Schule, habe aber keine Hefte. Um etwas Geld zu verdienen, suche ich hier ein paar Dinge, die sich verkaufen lassen.“ Entweder war das eine herzzerreisende Geschichte, um mir ein paar Lempiras aus der Tasche zu locken oder es ist bittere Wahrheit. Doch so oder so, auch Melvin hat es nicht verdient jeden Tag auf der Deponie arbeiten zu müssen.

Samira: „Ich will nicht mehr hier leben.“

Auch Samira treffen wir wieder an. Von Samira, ihrer Mama und ihrem gemeinsamen Überlebenskampf berichten wir im neuen Flyer, den wir soeben auch auf ISSUU veröffentlicht haben. Samira ist wie immer fröhlich, aber bei den Worten „Ich will nicht mehr hier leben“ wirkt sie dann doch traurig. Dennoch freut sie sich über die warme Mahlzeit und sagt von Herzen „Danke!„.

Titelseite des Flyers Hilfsprojekt Müllhalde

Warum unser Hilfsprojekt auf der Müllhalde Sinn macht?

Wir beuschen die Menschen auf der Müllhalde immer dann, wenn genügend Spenden für 200 Mahlzeiten (ca. CHF 340.-) zur Verfügung stehen. Noch in diesem Jahr möchten wir unsere Kindertagesstätte auf der Müllhalde eröffnen, um Kindern wie Samira, Kevin oder Melvin betreuen und fördern zu können. Denn es darf nicht sein, dass diese Kinder so orientierungslos kämpfen und in eine chancenlose Zukunft blicken müssen.

Noch sammeln wir mit einer Crowdfunding-Aktion auf CrowdCircle.ch für die Einrichtung des Betreuungsbusses, doch einen wesentlichen Betrag haben wir bereits zusammen. Danach steht die Suche nach Projektpatinnen und -paten auf dem Programm, denn irgendwie werden wir die monatlichen Kosten für die Kindertagesstätte finanzieren müssen. Es steht noch sehr viel Arbeit an und wir brauchen viel Ausdauer. Doch es lohnt sich, davon ist das Team von Casa Girasol überzeugt.

Der Besuch von heute hat es erneut gezeigt: Das Hilfsprojekt auf der Müllhalde ist wichtig und die Kinder brauchen Unterstützung.

Categories: Müllhalde News Projekte Spendenanliegen

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casagirasolhonduras

Ich bin Alexander Blum und blogge für das Schweizer Hilfswerk Casa Girasol, dass sich in Honduras für die ärmsten Kinder in diversen Arbeitsbereichen einsetzt.

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