Einmalige Erfahrung – Müllhalden-Kinder – „Einfach zu krass!“

Das Team von Casa Girasol hat auch am 08. Juni 2018 die Strassenkinder und Erwachsenen auf der Müllhalde von Tegucigalpa, Honduras, besucht. Begleitet wurden wir von vier Volontären aus der Schweiz und aus Deutschland, die momentan einen Kurzeinsatz bei uns in Mittelamerika leisten. Für sie war der Einsatz auf der Müllhalde eine einmalige Erfahrung.

Ein eindrückliches Erlebnis

«Das muss ich erst einmal verarbeiten.» oder «Es war einfach zu krass.», das sagten die Volontärinnen, die sich ins Zeug gelegt hatten, um den Anlass für die Strassenkinder auf der Müllhalde zu verwirklichen. Wir hatten zwar versucht, sie emotional auf den Einsatz vorzubereiten, aber wenn man dann wirklich vor Ort ist, dann lässt die Situation der Menschen in den Abfallbergen niemanden kalt. Es tut im Herzen weh, die Kinder und Erwachsenen in ihrer bitteren Realität zu sehen. Wieso müssen Menschen so leben?

Im Vorfeld fleissig gekocht

Bereits um 5.00 Uhr morgens ging es los. Unsere Köchin Doña Susana und ihre Helferinnen stellten sich in die Küche, um über 200 Mahlzeiten vorzubereiten. Burritas – Tortillas, Reis, Bohnen, Ei. Dann wurden alle Teller angerichtet und verpackt. Bereits am Vortag hatten die freiwilligen Helferinnen vier riesengrosse Bleche Kuchen gebacken.

Gegen 10.00 Uhr ging es dann los und wir fuhren im Pick-Up auf die Müllhalde. Dort angekommen versammelten sich blitzschnell die hungrigen Menschen um unser Auto und die Essensabgabe begann.

Eine einmalige Erfahrung

Unsere Gäste aus der Schweiz und aus Deutschland waren überwältigt: «Alles ging sehr schnell, aber geordnet über die Bühne», «Unglaublich, dass so viele freundlich Danke gesagt haben», «Obwohl die Menschen auf der Müllhalde leben, lachten viele und waren fröhlich». Ja, die Lebensfreude kann den Honduranern niemand nehmen, auch nicht die widrigsten Umstände!

Auch die freiwilligen Helferinnen waren dankbar für diese einmalige Erfahrung, für diesen Einblick in das Leben am Rande der Gesellschaft, wie man es sich nur schwer vorstellen kann.

Wir machen nicht genug!

Nach dem Einsatz für die Strassenkinder und Erwachsenen besprechen wir das Erlebte. N. meint: «Es ist sicher gut Essen zu verteilen, aber das alleine reicht nicht aus.» Und das ist genau das, was wir vom Team auch glauben! Für uns ist die Verteil-Aktion nur der Anfang. Auch wenn sich hie und da Gespräche mit den Kindern und Erwachsenen auf der Müllhalde ergeben, darf es nicht bei dieser oberflächlichen Aktion bleiben. Wir wollen diesen Menschen nachhaltig helfen, ihre Lebenssituation verbessern und wahre Hoffnung vermitteln.

Aber wir stehen mit dem Hilfsprojekt noch ganz am Anfang. Es geht erst einmal darum, Vertrauen aufzubauen und Beziehungen zu knüpfen, und das braucht Zeit. Aber, sofern wir Menschen und Gemeinden finden, die unsere Missionsarbeit auf den Müllbergen unterstützen, können wir noch viel mehr tun.

Das Projekt ist günstig, wir rechnen mit CHF 1.70 pro verteilter Mahlzeit. Unglaublich, oder?

Auch du kannst den Müllhalden-Kindern helfen

Du kannst unsere Missionsarbeit im Gebet (Gebetsgruppe auf WhatsApp) oder mit einer Spende für dieses Hilfsprojekt mittragen.

Oder möchtest du selbst vor Ort mit dabei sein und diese einmalige Erfahrung machen? Dann melde ich z.B. für unseren christlichen Basis-Einsatz an und arbeite während 1-4 Monaten direkt vor Ortin allen Kinderprogrammen von Casa Girasol.

Möchtest du das Hilfsprojekt für die Strassenkinder auf der Müllhalde unterstützen? Dann schreibe uns doch einfach eine Nachricht