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Corona-Nothilfe – Die ersten Lieferungen

Wir haben es versprochen: Wir handeln schnell! Bereits einen Tag nachdem wir unsere Crowdfunding-Aktion für die Corona-Nothilfe gestartet hatten und Spenden eingegangen sind, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt und Lebensmittel geliefert. Das war keine leichte Aufgabe! Hier berichten wir dir von den ersten Schritten bei unserer Corona-Nothilfe-Aktion.

Corona-Nothilfe Kinder Casa Girasol

Nothilfe zu Zeiten des Coronavirus‘

Am 18. März 2020 haben wir im Communiqué davon berichtet, dass Casa Girasol vorübergehend alle Programme auf Nothilfe umstellt.

Wir hatten erfahren, dass unsere Partnerorganisationen in grossen Schwierigkeiten sind. Weil Spenden ausbleiben und der honduranische Staat nur Verbote erteilt und keine Lösungen bietet, haben die Kinder in den Heimen nicht mehr genug zu essen. Wir betreuen diese Kinder auch sonst mit unseren regelmässigen Besuchen und gerade jetzt in Zeiten der noch grösseren Not ist es wichtig, dass wir uns umso mehr für sie einsetzten.

Und, auch die Menschen auf der Müllhalde, deren Gesundheit schon vor dem Corona-Virus permanent grossen Gefahren ausgesetzt war, haben nun noch mehr Probleme ihr Überleben zu sichern. Darum wollen wir handeln und auch sie so gut wie möglich mit dem Notwendigsten versorgen.

Wir haben viele grossartige Pläne für unser Kinderhilfswerk, doch erst einmal fokussieren wir uns auf die Nothilfe. Alles andere muss ein wenig warten.

Die ersten Hilfsmittel verteilt

In Zeiten der totalen Ausgangssperre ist es eine Herausforderung, ausreichend Produkte einkaufen zu können. Jetzt zahlen sich all die persönlichen Kontakte aus, die wir in den letzten Jahren knüpfen konnte. Der erste Einkauf erfolgte am 19. März 2020. 498 Pfund Hühnchen konnten wir auf Umwege besorgen und an die Kinderheime liefern. Die Heime selbst haben Reis, Bohnen und Mais besorgen können. Am 21. März 2020 öffnete eine uns bekannte Supermarkt-Besitzerin die Hintertüren, damit wir uns mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Windeln eindecken konnten. Auch diese haben wir gleichentags an die Kinderheime verteilt.

Bei allen Aktionen ist natürlich viel Vorsicht geboten: Andere schützen, uns selber schützen und möglichst wenig auffallen. Es tut im Herzen weh, Kindern und Jugendlichen Nahrungsmittel zu bringen und auf die sonst üblichen Umarmungen und Nähe zu verzichten. Die Kleinen haben dafür noch kein Verständnis. Aber es ist unglaublich wichtig, dass das Virus nicht in die Kinderheime gelangt. Viele von den Heimkindern haben körperliche Beeinträchtigungen als Folge von jahrelanger Fehlernährung und durch das Schnüffeln von Lösungsmitteln und wenn ein Kind erkrankt, dann tun es alle.

Die nächsten Schritte

Wir werden so helfen, wie es die Spendeneinnahmen zulassen. Wir geben unser Bestes, um die Schwächsten in der Not nicht alleine zu lassen. Es wäre sinnvoll, unsere Fahrten zu reduzieren und mehr gleichzeitig einkaufen und liefern zu können. Im Versorgungs-Chaos einen Weg zu finden ist momentan aber eine grosse Herausforderung.

Wir arbeiten auch daran, eine Sonderbewilligung zu erhalten, um auf die Müllhalde fahren zu können. Ohne die geht es nicht, da das Gelände der Stadt gehört. Wir hoffen, dass eine solche Bewilligung bald vorliegt.

Für Corona-Nothilfe spenden

Wer unsere Corona-Nothilfe-Aktionen unterstützen möchte, kann dies über die Crowdfunding-Aktion per Kreditkarte machen oder normal auf unser Spendenkonto einzahlen.

Wir danken allen von Herzen, die unser Corona-Nothilfe-Programm so grosszügig mittragen. Die Solidarität, die wir erfahren, berührt uns sehr.

Auch interessant: Warum wir in Entwicklungsländern mit einer humanitären Katastrophe rechnen müssen, wenn sich das Coronavirus weiter ausbreitet.

Categories: Kinderprogramme Müllhalde News Projekte Spendenanliegen

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casagirasolhonduras

Ich bin Alexander Blum und blogge für das Schweizer Hilfswerk Casa Girasol, dass sich in Honduras für die ärmsten Kinder in diversen Arbeitsbereichen einsetzt.

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