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Corona-Krise in Honduras – Ein Update

Die Corona-Krise in Honduras ist noch lange nicht vorbei. Aber, die Entwicklungen gehen in die richtige Richtung. Wir erklären dir, wie die Lage in Honduras momentan aussieht, was wir die letzten 5 Monate gemacht haben und wie es weitergeht.

Wie steht es momentan um die Corona-Krise in Honduras?

Anfänglich hatte sich das Coronavirus nur langsam in Honduras ausgebreitet, bis vor 3 Monaten die Fallzahlen in die Höhe schnellten. Die Krankenhäuser waren überlastet und der Unmut der Bevölkerung war gross. Dann stabilisierten sich die Fallzahlen auf hohem Niveau und begannen wieder zu fallen. Natürlich darf man der offiziellen Statistik nicht allzu viel Glauben schenken. Uns interessieren vielmehr die Berichterstattungen aus den Spitälern. Diese berichten von einer Auslastung von 80%. Es scheint somit momentan also tatsächlich eine sinkende Tendenz zu geben. Aus medizinischer Sicht soweit so gut.

Dramatischer sieht es bei den Auswirkungen der Corona-Krise in der Wirtschaft aus. Dort nehmen die schlechten Nachrichten kein Ende. Täglich wird von Geschäftsschliessungen und Massenentlassungen berichtet – und das wird sich so schnell leider auch nicht ändern. Immerhin wird dieses Jahr eine gute Ernte erwartet, das entschärft den Versorgungsengpass ein wenig.

Corona-Krise Honduras akuelle Lage mit Bild von oranger Blume

Welche Einschränkungen gab es und gibt es noch immer?

Seit März gilt in Honduras absolute Ausgangssperre. Je nach Ausweissnummer darf man alle 10 Tage für einen Tag das Haus verlassen. Während der ersten Monate waren ausschliesslich Banken, Lebensmittelmärkte und Apotheken geöffnet. Seit wenigen Wochen dürfen viele Firmen, Betriebe und Büros wieder öffnen, aber nur mit 20% der Angestellten, für alle anderen gilt die 10-Tage-Regelung unverändert. Gerichte, Ämter, Schulen etc. sind weiterhin grösstenteils geschlossen.

Die Massnahmen wurden in den ersten Monaten strikt kontrolliert und eingehalten. Unterdessen haben die Kontrollen nachgelassen und die Bevölkerung hält sich deutlich weniger an die Regeln. Dies ist verständlich, denn nach so langer Zeit gibt es keine Alternative als wieder zu arbeiten und Geld zu verdienen. Besonders dann, wenn keine Unterstützung vom Staat zu erwarten ist.

Zum grossen Erstaunen wurde der Tourismus wieder freigegeben. Konkret heisst das, dass Touristen wieder ins Land dürfen und deutlich mehr Rechte haben als die Menschen, die hier leben.

Was wird in Zukunft die grösste Herausforderung?

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise werden noch sehr lange spürbar sein. Honduras war bereits vor der Corona-Krise arm und wird somit weiter geschwächt. Die Armut wird grösser werden und die politischen Spannungen werden weiter zunehmen. Aber es muss auch erwähnt werden, dass Honduraner unglaubliche Überlebenskünstler sind. Normalerweise sind es Wirbelstürme, die das Land um Jahrzehnte zurückwerfen. Nun heisst der Wirbelsturm «Corona», aber auch den wird man über die Jahre überwinden können.

Was hat Casa Girasol bisher in der Corona-Nothilfe gemacht?

In den letzten 5 Monaten hat das Team vom Kinderhilfswerk Casa Girasol fleissig Nothilfepakete verteilt und so den Kindern und Familien geholfen, die die aktuelle Corona-Krise besonders hart trifft. In mehreren Blogbeiträgen haben wir über die Nothilfe berichtet. Zudem lancierten wir 3 Crowdfunding-Kampagnen auf CrowdCircle. In diesem Zusammenhang danken wir alle für ihre grosszügige Unterstützung.

Wie geht das Engagement von Casa Girasol weiter?

Da auch Casa Girasol in kleinen Schritten die regulären Programme wieder aufnehmen kann und die Spenden für die Nothilfe wie erwartet stark zurückgegangen sind, werden wir uns wieder vermehrt um unsere eigentlichen Arbeitsbereiche kümmern. Die Nothilfe wird noch eine Weile weiterlaufen, aber punktueller werden. Einige Familien können ja wieder arbeiten, somit brauchen wir nicht mehr ganze Dörfer zu unterstützen, sondern können gezielt dort helfen, wo Menschen in grosse Not geraten sind.

Um unser Engagement mitverfolgen zu können, empfehlen wir dir unsere Beiträge auf Facebook und Instagram zu abonnieren.

Categories: News

casagirasolhonduras

Ich bin Alexander Blum und blogge für das Schweizer Hilfswerk Casa Girasol, dass sich in Honduras für die ärmsten Kinder in diversen Arbeitsbereichen einsetzt.

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