Praktikum Mittelamerika: Gott formt und verändert – Ein Rückblick

Pauline Peschel erzählt von Honduras

Pauline Peschel aus Deutschland absolvierte im Rahmen ihres Studiums ein 5-monatiges Praktikum bei Casa Girasol in Mittelamerika und arbeitete in allen Arbeitsbereichen mit. Wir haben ihr ein paar Fragen gestellt.

Ein christliches Praktikum in Mittelamerika

Pauline, du bist nach Mittelamerika gereist und hast bei Casa Girasol ein Praktikum absolviert. Wir haben deine positiv verrückte Persönlichkeit schätzten gelernt, was gibt dir so viel Lebensfreude?

Sehr vieles! Zum einen natürlich Jesus, weil ich jeden Tag mit dem Wissen aufwache, dass er da ist und Zeit mit mir verbringen möchte. Die Natur – weil ich so viel Schönheit in ihr entdecke und mich an allen Dingen erfreuen kann. Menschen – weil ich so viel Gott in uns entdecke.

Deine Beziehung zu Jesus Christus wird immer wieder spürbar. Wie pflegst du diese Beziehung?

Ich versuche jeden Tag mit ihm zu starten. Ich lese am Morgen Bibel, mach Lobpreis oder rede ganz einfach mit ihm, bete, versuche ihn in alle Lebensbereiche mit einzubeziehen, was mir natürlich nicht immer gelingt. Am Wichtigsten ist ganz einfach, dass wir in dem Bewusstsein leben, geliebt zu sein und einen Hunger nach mehr entwickeln.

Schon bald schliesst du dein Studium (Gesundheit und Sozialwesen) ab. Hat das christliche Praktikum in Mittelamerika dir geholfen, dir bewusster zu werden, wohin dich dein beruflicher Weg führen soll?

Oh ja! Mir wurden Dinge viel klarer und ich habe eine echte Leidenschaft für die zirkuspädagogische Methode entwickelt. Auch das Leben in einem Land der dritten Welt hat mir gezeigt, dass ich mir das richtig gut vorstellen kann.  

Welche Aktivitäten des Casa Girasol haben dir am meisten Freude bereitet?

Die Jonglage und das Stelzenlaufen, das wir mit dem Jugendheim erlernt haben. Aber auch die brasilianische Percussion hatte seinen Reiz.  

Würdest du sagen, du hast Neues dazugelernt?

Ja, ich habe ganz einfach alle Zirkuselemente erlernt. Ich habe auch einen ganz neuen Blick für Materielles bekommen. Die Honduraner haben mich sehr stark gelehrt, dass materieller Reichtum kein Reichtum ist und ich eigentlich nicht viel zum Leben brauche.

Schriftzug Praktikum in MIttelamerika
Ein Praktikum in Mittelamerika bei Casa Girasol kann dich fürs Studium vorbereiten.

Für wen eignet sich ein Praktikum?

Dein Praktikum ähnelt dem Basis-Einsatz, den wir seit letztem Jahr anbieten. Für welche Personen würde sich ein solcher Missionseinsatz lohnen? Was sollten sie mitbringen und wie würde es ihr Leben verändern?

Für Menschen, die keine Angst vor dem Ungewissen haben, die neugierig sind und Bock haben ein wunderschönes Land kennenzulernen. Mitbringen sollten sie einfach Schokolade. Gott formt und verändert vor Ort. 😉  

Pauline, warum glaubst du, sollte man Kindern Gottes Liebe vermitteln? Was kann diese Liebe in den Kindern bewirken?

Weil sie erst durch Gottes Liebe ihre Identität kennenlernen. Wenn ein Kind weiss, dass es geliebt und so wie es ist, wertvoll ist, dann ist es im Selbstwert viel stärker und hat auch viel mehr Vertrauen, Dinge auszuprobieren oder seinen Zielen nachzugehen. Es weiss, es ist ein Königskind.

Im Blick auf die Kinder in den verschiedenen Heimen, was meinst du sind die grössten Bedürfnisse, die sie haben? Und wie kann man diese Bedürfnisse stillen?

Ihre grössten Bedürfnisse sind etwas-zu-tun haben. Die Bereitschaft ist oftmals da, ihr Leben zu ändern, aber es gibt innerhalb der Kinderheime, die das Team von Casa Girasol besucht, kaum professionelles Personal, die auf die Bedürfnisse eingehen oder gar Leute, die ihnen verschiedene Möglichkeiten bieten ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Es müsste vielmehr in Materialien investiert werden oder Möglichkeiten geschaffen werden, damit sie eigenständig kreativ arbeiten, spielen und basten können.

Casa Girasol  ist…

… eine Hilfe, eine Unterstützung, ein Weg.