Besuch der Präsidentin Monika Blum in Honduras

Die Präsidentin von Casa Girasol, Monika Blum, reist immer wieder nach Honduras, um ihre Söhne und Enkel zu besuchen, die in Honduras leben und natürlich, um die Arbeit unseres Missionswerks mit eigenen Augen zu sehen. In diesem Erfahrungsbericht erzählt sie uns von ihrem Besuch im Jahr 2015. Dieser reiht sich ein in viele Erlebnisberichte ehemaliger Gäste und Volontäre, die einen interessanten Einblick ermöglichen.

Erfahrungsbericht von Monika

Ich durfte 4 1/2 Wochen in Honduras verbringen. Es waren 4 1/2 Wochen Familie, viele nette Menschen, Sonne und neue, interessante Eindrücke.

Familie

Persönlicher Kontakt und Gespräche mit zwei Söhnen und einer Schwiegertochter. Dazu das Spielen und Knuddeln mit meinem kleinen Enkel Daniel.

Nette Menschen

Die trifft man überall, egal, wo man hinkommt. „Fremde“ Menschen haben für mich eine Geburtstagsfeier organisiert. Für fremde Menschen haben wir einen Tag lang Brötchen geschmiert und eingepackt. Am Abend haben wir (einige Frauen) von einem Pick Up aus die Päckli und Wasser an Hilfsbedürftige verteilt. Sie kamen aus dem ganzen Land (auch zu Fuss) zur Basilica de Suyapa, um den 268 Jahrestag der „Jungfrau Suyapa“ zu feiern.

Die Angestellten im Casa Girasol sind auch ein aufgestelltes Team. Es war eine Freude, ihnen beim Arbeiten zuzusehen. Sie sind für die Lagerwochen mit Strassenkindern und fürs Kinderheim angestellt. Aber dazwischen müssen sie auch andere Arbeiten erledigen. Zur Zeit bauen sie ein WC am Ende des Grundstückes. So kann man die Kinder auch von der Grillstelle aus besser im Auge behalten. Nicht nur beim Arbeiten, auch beim gemeinsamen Mittagessen, wurde viel gelacht. 

Sonne

Die konnte ich jeden Tag geniessen. Auch eine „Kaltfront mit 20° “ konnte mir nichts anhaben.

Einblicke

In leuchtende Kinderaugen blickten wir, als wir durch das offene Tor vom Kinderheim „Hoger Diamante“ fuhren. Unser erster Blick fiel auf den grossen Spielplatz und das Fussballfeld. Vor dem Haupthaus erwartete und begrüsste uns, Alexander und mich, Don José. Er ist der Leiter des Kinderheimes und führte uns durchs Gelände.

Was mir als erstes Auffällt ist die Sauberkeit. Nirgends liegt etwas rum, was da nicht hingehört. Auch fällt mir sehr positiv auf, das die Kinder auf unserem Rundgang kurz zu uns kommen und Don José für jeden ein gutes Wort parat hat. Auch Alexander wird oft angesprochen und gefragt. Er hat für alle Zeit. Zuerst fällt uns die Kirche ins Auge. Sie wurde wunderschön renoviert und bemalt. Auch Häuserwände wurden mit schönen Bildern, unter Anleitung von Volontären, bemalt.

Der grosse Mehrzweckraum wird für gemeinsame Feiern und Veranstaltungen genutzt. Er liegt direkt an einem Abhang zum Fluss. Es hat eine schöne Aussicht.

Schule und Lehrbetriebe

Die Unterrichtsräume sind sehr hell. Aber leider auch sehr warm. Vor allem im Computerzimmer ist die Hitze stark zu spüren. Die Kinder, alle in Uniformen, machen im Unterricht mit. Es ist nicht immer leise.

Vorbei an den Schulräumen kommen wir zu den Werkstätten. Es gibt eine Bäckerei, wo Brot und Kekse für den Eigenbedarf und für den Verkauf in der näheren Umgebung gebacken wird. Sehr lecker!

In der Schreinerei stehen z.Zt. selbst gebaute Doppelbetten, die für den Verkauf gedacht sind. Sie sind sehr stabil. Auch eine Schlosserei für Unterhaltsarbeiten schliesst sich noch an.

Die grösseren Kinder vom Heim werden hier ausgebildet. Ich hatte den Eindruck, das die Kinder mit Freude dabei sind. Es hatte immer auch Platz für Scherze. Weiter geht der Rundgang zu den landwirtschaftlichen Gebäuden. Kühe, Esel, Schweine und Hühner erwarten uns. Auch bei der Pflege der Tiere müssen die Kinder helfen. Jeden Tag nach der Schule zwei Stunden. Einige der Grossen sind am Bäume schneiden. Früchte kann man das ganze Jahr ernten.

Erstaunlich, die drei Fischteiche. Gleich daneben die Arbeitsfläche, um die Fische auszunehmen und zu schuppen. Ein neuer Fischteich ist schon ausgebuddelt, aber es fehlt noch das Geld für die dichte Mauer.

Dürfen es bald mehr Kinder sein?

Ich bin dankbar, das einige Kinder an so einem schönen Ort mit liebevoller Betreuung wohnen und leben dürfen – weg von der Strasse. Platz hätten wir im Hogar Diamante für ca. 70 Kinder, z. Zt. haben wir 45 Kinder. Neben der Schule und ihrem Einsatz irgendwo auf dem Gelände, haben sie viel Zeit und Platz zum Spielen. Auch hier wird am liebsten Fussball gespielt. Aber auch die Schaukeln sind besetzt.

Es macht Spass, den Kindern zuzuschauen. Ich freue mich schon auf meine nächste reise nach Honduras und den Besuch im Hogar Diamante. In der Zwischenzeit werde ich mein Bestes geben, um Geld zu sammeln. Geld, damit die Kinder eine bestmöglichste Schulbildung und Ausbildung erhalten können. Und vor allem, damit die Kinder in einer liebevollen, familiären Umgebung aufwachsen können.

Monika Blum, Präsidentin